Biografie

Jan Schultsz ist international als Dirigent, Liedbegleiter und Kammermusiker tätig. Als Gastdirigent leitet er vor allem Orchester in der Schweiz, in Holland, Österreich, Tschechien, Ungarn sowie in China und Südamerika. Als Operndirigent war er an der Norske Opera in Oslo, der Ungarischen Staatsoper Budapest und der Opéra Royal de Wallonie in Liège verpflichtet. Im Jahr 2000 gründete er die Opera St. Moritz und war bis 2012 deren Künstlerischer Leiter. Seit 2008 ist er Intendant des Engadin Festivals.

Zu seinen musikalischen Partnern zählen Cecilia Bartoli, Vesselina Kasarova, Werner Güra, Gilles Apap, die Brüder Capuçon, Nicola Benedetti und Khatia Buniatishvili.

Ein besonderes Interesse bringt Jan Schultsz der Wiederentdeckung vergessener Werke entgegen. So hat er unbekannte Opern von Rossini, Bellini und Verdi zur Aufführung gebracht. Im Juni 2014 wurde ihm die Weltpremiere der vollständigen Fassung von Rossinis La gazzetta an der Opéra Royal in Liège übertragen.

Zahlreiche CD-Aufnahmen belegen sein vielseitiges Schaffen, so etwa die komplette Klavierkammermusik der Schweizer Komponisten J. J. Raff und Hans Huber. Seine Einspielung von Schuberts Die schöne Müllerin mit Werner Güra (2000) wurde mit dem Diapason d’or ausgezeichnet, und die von ihm geleitete Produktion von Rossinis L’equivoco stravagante in Liège mit dem «Prix de l’europe franco-phone» 2012.

Jan Schultsz, der zunächst in seiner Heimatstadt Amsterdam sowie in Basel und Lausanne Horn und Klavier studierte, nimmt eine Professur an der Hochschule für Musik in Basel wahr.